Online: Die Erfindung des (jüdischen) Essens: Popkultur, Ernährung, Identität

Warum wurden in der Corona-Krise so viele Konserven, Mehl und Zucker gekauft - obwohl die Versorgungssicherheit nie gefährdet war? Offenbar weisen bestimmte Nahrungsmittel über ihren Nährwert hinaus auch kulturelle Werte auf: Essen kann solide wirken und Sicherheit suggerieren - oder zum „Soul Food" werden. Der französische Theoretiker Roland Barthes nannte die Ernährung ein „System der Kommunikation, ein Korpus von Bildern, eine Gebrauchsanordnung, ein System der Situationen und Verhaltensweisen“. Für Barthes ist das Essen ein Zeichen, das sich lesen lässt. Der Vortrag erläutert in einem ersten Schritt solche und andere theoretischen Annäherungen an das allgegenwärtige "Kulturthema Essen" (Alois Wierlacher). In einem zweiten Schritt werden wir danach fragen, warum jemand eine bestimmte Speise als „jüdisch“ wahrnimmt: Was ist an Pastrami, Bagels und gefillte Fisch jüdisch? Dabei werden wir auf popkulturelle Kontexte, aber auch auf Gegenwartsliteratur eingehen.

Nagold 045059vf
Bei Ihnen am PC
PD Dr. Caspar Battegay
Do, 12.11.2020, 19:30
3,00 EUR
Anmeldeschluss: Mi, 11.11.2020
Zum Mitmachen benötigen Sie einen Computer / TV / Laptop usw. mit Internetanschluss und Tonwiedergabe. Der Link wird per Mail versandt.

Lageplan

Widerrufsbelehrung

Zurück in die Übersicht