WIR & HÖLDERLIN ?

WIR & HÖLDERLIN ?
Was der größte Dichter der Deutschen uns
250 Jahre nach seiner Geburt noch zu sagen hat

Friedrich Hölderlin war das Kind einer gewaltigen Zeitenwende. Schon als 20-Jähriger setzte er auf das „Geschlecht der kommenden Jahrhunderte“, also auch auf uns, seine fernsten Nachgeborenen. Doch können wir ihn überhaupt noch verstehen: die hochkomplexe Sprache seiner Gedichte, Dramen und Aufsätze? Dies soll in diesem Buch ergründet werden, und zwar auf mehreren Feldern – so etwa Hölderlins Vorstellung einer göttlichen Natur, die von den Menschen geschont werden muß; oder seinem Entwurf von Demokratie und gerechter Verteilung; seinem Traum einer friedlichen Rolle der Deutschen in Europa sowie einer nicht beengenden Heimat und Nation; dann - mit Hegel - seiner Entdeckung der „Weltgeschichte“ als eines globalen Raum- und Zeitzusammenhangs; außerdem seiner Idee einer Sprache, die mehr ist als nur Kommunikationsmittel und in der nicht-entfremdete Menschenbeziehungen begründet sind. Darüber hinaus soll gezeigt werden, weshalb Hölderlin nach langer Vergessenheit und Verkanntheit eine einzigartige Rezeption rund um den Erdball zuteil wurde – nämlich weil er in der Spiritualität so vieler, teils sehr entlegener Kulturen ein Echo gefunden hat. Eine Schlußüberlegung gilt der nicht einfachen Frage, wieso man ihn einen großen Dichter nennen muß.
Kurt Oesterle, Jg. 1955, seit fünfzig Jahren mit Hölderlin beschäftigt, verschiedene Publikationen zu ihm, u.a. siehe den Essayband „Heimat-splitter im Weltgebäude“, auf www.kurt-oesterle.de, ebenso Herausgeber der ersten Hölderlin-Biographie von Wilhelm Waiblinger; zuletzt Mitarbeit bei mehreren Hölderlin-Produktionen für Funk und Fernsehen, etwa des Südwestrundfunks sowie von ARTE.


Nagold 045010vf
KUBUS, Zwingerweg 7
Dr. Kurt Oesterle
Do, 24.09.2020, 19:00 Uhr
5,00 EUR
Mit Anmeldung

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