„Die Schuld der Mitläufer. Anpassen oder Widerstehen in der DDR“

Die Mehrheit der DDR-Bürger paßte sich stärker an, als sie tatsächlich mußte. Sie wollten „einfach ganz normal leben“ in der SED-Diktatur. Sie ließen alltägliche Möglichkeiten des gefahrlosen Widersprechens und Widerstehens ungenutzt. So hat man es sich und den Herrschenden bequem gemacht. Der Satz „Es war nicht alles schlecht in der DDR“ bedeutet auch: Wir haben es uns gut gehen lassen, als es anderen schlecht ging – den Unangepaßten, den politischen Häftlingen, den gescheiterten Flüchtlingen und ihren Angehörigen.
In diesem Buch wird von Anpassung und Verweigerung in der DDR erzählt, kurze Geschichten, charakteristische Alltagsepisoden aus den vierzig Jahren der Diktatur. Auch das mitunter eigene Versagen der Autoren wird benannt. Die Anthologie vereint zwölf bekannte Autoren wie Wolf Biermann und Erich Loest mit einem Dutzend nahezu Unbekannter: „kleine Leute“, die in der Deutschen Demokratischen Republik gelebt, mitgemacht oder widerstanden haben.


Nagold 043630v
Lesung mit dem Herausgeber Roman Grafe
vhs in der Bahnhofstraße 41
Roman Grafe
Mo, 11.11.2019, 19:30
5,00 EUR (Abendkasse)


Lageplan

Widerrufsbelehrung

Zurück in die Übersicht